Nore Dress

Noredress von CompagnieM.

Es war einmal ein Frühling, der kein Frühling sein wollte. Wobei er das vielleicht gerne gewesen wäre, wäre er so sonnig und ausgeglichen gewesen, wie es andere Frühlinge scheinbar so leicht von Natur aus sind. Aber dieser eine bestimmte Frühling, der konnte nicht anders. Oft weinte er bloss schwach vor sich hin oder versteckte sein Gesicht hinter dicken Wolken. Auffällig oft empfand er seine Gefühle als so kalt, dass er sie gerne mit einer weissen Decke aus Schnee zudeckte, schon fast so wie es der Winter jeweils voller Freude macht. Die anfängliche Belustigung seines Mituniversums wich bald einem kopfschüttelnden Ärger. Was sollte das, was denkt sich dieser Frühling denn dabei? Die Empörung verwandelte sich in eine Ratlosigkeit und einer Ohnmacht. Egal wie sehr sich das Leben den lebensfrohen, aufmunternden und erweckenden Frühling herbeisehnten, er war verschüttet unter seinen Launen.

 

Dies machte natürlich selbst den Frühling selbst nicht froh. Auch er genoss es, wenn ihm zwischendurch mal wieder ein Tag gelang und er mit seinen wärmenden Sonnenstrahlen das Leben glücklich machen konnte. Alles konnte dann einen Moment lang so leicht erscheinen, der Horizont weitete sich und in der Luft schwebte die *Yes,I can*-Stimmung über die sich ausbreitenden selbstbewussten grünen Wiesen mit ihren fast schon verschwenderisch vielen gelben Punkten, durch die schönen Obstbäume, die mit ihren stolzen weissen Blüten wie für die Hochzeit herausgeputzt wirkten und tänzelte wild mit den fleissigen Gut-Bienen um die Wette. Aber am Ende des Tages war alles wieder weg, Schwere machte sich breit. Die Nächte kühl und irgendwie zu schwach um sich im Morgengrauen wieder zusammenzuraffen und der Natur gleich zu erwachen.

 

Der Frühling fühlte sich alt. Und ungeliebt. Woran er ja nicht ganz unschuldig war. Irgendwie. Und es tat ihm leid, alles tat ihm leid. Dass er so war, wie er halt nun war und nicht anders konnte. Dass sein Mituniversum sich im Stich gelassen fühlte. Und auch, dass ihn scheinbar niemand verstand. Frustriert wartete er auf Hilfe. Unmöglich war es ihm, sich selber Hilfe zu holen. Ja bei wem denn auch? Wer um alles in der Welt hätte ihm denn helfen können? Vielleicht der extrovertierte Sommer, der es mit seiner aggressiven Hitze etwas zu aufdringlich meinte mit seinen Strahlen? Leicht eingebildet, der Herr. Oder aber der Herbst, der sein erschöpftes Dahinwelken leicht verkrampft als farbenprächtige Jahreszeit in warmen Herbsttönen zu verkaufen suchte? Allenfalls der kühle Winter, der es selber kaum schaffte mal etwas richtiges zu werden? Der schon gar nicht, der war ja selber ein trübsalblasendes graues Etwas, welcher zu allem Übel sowieso mit dem Hochnebel zusammen unter einer Decke steckte.

 

Nein, von seinen Saisonkollegen war diesbezüglich nichts zu erwarten. Und so tränte der Frühling weiter deprimiert vor sich hin, voller Selbstmitleid und Zynismus. In seiner ganzen Art unsympathisch wirkend. Und je mehr Zeit verging, desto niedergeschmetterter und unter Druck fühlte er sich. Schliesslich war jetzt seine Zeit, seine Gelegenheit für die 15 Minuten Ruhm in diesem Jahr. Ruhmvoll ist aber anders. Man verspürte den dringenden Wunsch, den Frühling mal kräftig an den Schultern zu packen, ihn gut durchzuschütteln und ihm ungeschminkt die Meinung zu sagen. Dass er sich doch verdammt bitteschön mal zusammenreissen sollte. Das sei ja kein Anblick, geschweige denn ein Zustand! Jetzt wäre es schön zu schreiben, dass dieses Kopfwaschen Wirkung gezeigt hätte und der Frühling wie der Phönix aus der Asche auferstanden wäre. Wäre wäre wäre. Passierte aber nicht. Aber dann - dann kam der Mai.

 

Der stand da eines Tages so selbstverständlich vor der Tür, lange erwartet und nun doch so plötzlich. Er stand da und ignorierte des Frühlings Gebaren dermassen impertinent, dass der Frühling seinen Missmut vergass. Der Mai, der war was! Der stand da, aufrecht und mit beiden Beinen im Leben, die innere Balance in Person. Eine Persönlichkeit, die dem Status einer Jahreszeit nahe kam. Ja, ein bisschen eitel war er, dieser Mai, aber zu Recht! Eine Mischung zwischen glücksverwöhnten Gustav Gans und Rach, dem Restauranttester. Alles neu macht er und bringt dabei frischen Wind mit. Naja meistens. Und manchmal sogar mit Erfolg. Jedenfalls fühlte sich der Frühling plötzlich nicht mehr als Zentrum des Universums, was ihm nur Recht war! Der Druck liess nach und eine Unbeschwertheit erhellte seine Seele. Und alle zogen mit und hatten sich lieb und so. So mit Vogelgezwitscher und summenden Fluginsekten, duftenden Blüten und lauen Gartenparties. Alles neu, frisch und frei, macht der holde Mai! Bald. Bestimmt. Eventuell.

 

 

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Ein neues Frühlingsoutfit fremdgebloggt

Ich durfte mir vor einer Weile bei Yingdesign.ch den Stoff für eines meiner Projekte aussuchen. Projekt und die dazu passende Stoffe waren schnell gefunden, auch wenn die Qual der Wahl es mir nicht ganz leicht machte! Entstanden ist ein Geranium Dress von Made by Rae, genäht aus der Bio-Baumwolle "Bear Fight" mineral (GOTS zertifiziert und bei Yingdesign übrigens gerade in Aktion) von Birch sowie eine Moon Pants, ebenfalls von Made by Rae. Bei der bequemen Hose habe ich mich für den bio Double Gauze "Poppies" dusk von Birch entschieden.

 

Ich halte es hier kurz und bündig. Ganz viele Worte  und Fotos rund um das Outfit sowie zu vielem Anderem (habt ihr gewusst, dass der Klatschmohn die Blume des Jahres 2017 in Deutschland ist?) findet ihr nämlich als Gastbeitrag von mir hier :-)

 

Liebe Grüsse,

Franzisca

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Alma in Retro

Es gibt immer wieder ruhigere Phasen im Leben. Sagt man. Ich warte schon lange auf diese Phase. Ich vermute stark, dass es keine ruhigen Zeiträume gibt, also zumindest nicht auf den Gesamtalltag gesehen. Und sollte es mal langweilig werden, dann wissen wir ja, dass das die Kreativität fördert.

Bei mir auf dem Blog war es jedenfalls eine Weile still. Man könnte es als eine ruhige Blogphase bezeichnen. Der Grund lag in den tausend anderen Sachen die ich zu tun hatte oder machen wollte. Also fand in meinem Alltagsleben genau das Gegenteil einer ruhigen Phase statt. Mehrere Kindergeburtstage, tolle Workshops am Nähkomplott.ch besuchen, Garten in den Frühlingsmodus bringen sowie die vielen hundert kleinen Alltagssachen, die man erledigen muss/möchte/darf. Dann folgten ein paar aktivitätsarmere Tage und zwar deshalb, weil mich eine starke Erkältung schlichtwegs ausgebremst hat. Einmal in die Waschküche und zurück erforderte 5 Minuten Erholungspause auf dem Sofa. Grosse Sprünge lagen definitiv nicht drin.

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Life is a beautiful ride

Oder vom Winde verweht...

Vielleicht mag der Plottspruch ja nicht immer zutreffen. Aber an diesem ersten Fast-Frühlingstag im Februar passte er einfach gut! Die Temperaturen waren sehr mild, zum ersten Mal in diesem Jahr reichte ein Pullover aus um draussen zu sein. Es stürmte ziemlich stark, es wirkte, als würde das Wetter die Winterpatina wegwischen wollen. Ich fand es eine ausgezeichnete Idee, die Fahrräder auszufahren und so ein bisschen Sonne zu tanken (und gleich den so passenden, frisch von der Nähmaschine und Plotter gehüpften Pullover zu fotografieren *hüstel*).

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MAmina - aus indischer Biobaumwolle

und warum Bio und Fairtrade nicht dasselbe ist

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The Frederique Dress

Manchmal stimmt einfach alles. Es kommt selten vor, aber es kommt vor. Die Launen stimmen, das Wetter passt (irgendwie), die Motivation ist da und alle sind friedlich und entspannt. Das es Freitagnachmittag war, half. Die Woche ist durch, keine Hausaufgaben, keinen Termindruck und nur wenig Fremdbestimmung für die nächsten zwei Tage. Ich liebe Freitage. So auch an diesem Tag vor dem Wochenende, wo ich die Fotos von dem fertig genähten Kleid "Frederique" von Compagnie M. machen wollte. Es hat einfach gepasst und alle waren grösstmöglichst kooperativ.. Ich habe daraus einen kleinen Mami-Töchter-Ausflug gemacht, inkl. feinem, aber natürlich unbedingt ungesunden Imbiss im Gepäck.  Und während ich Fotos schoss, wartete der Rest der Kompanie höchst geduldig und friedlich im Hintergrund. Das viele Schilf wurde natürlich sofort begutachtet und einzelne Halme in phantasievolle Angelruten verwandelt, die Inseln auf dem See wurden gezählt und dann und wann gab es noch einen kleinen Schwatz mit ein paar vereinzelten Spaziergängern. Das Wort friedlich füllte meinen Körper aus.

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MAlotty mit Spitzenstrick

Dieser elastische Spitzenstrick lag nun schon seit einer geraumen Weile in meinem Stoffschrank. Und bevor er sich mit dem Schrank so sehr assimilierte, dass er dort für immer und ewig (oder zumindest bis der Schrank mal weg muss) zu einer Schrankleiche wird, nahm ich mir vor, ihn nun endlich zu vernähen! Er gefällt mir nämlich ganz gut, nur fehlte mir die passende Idee.

Diese ergab sich dann eines Tages völlig überraschend und ganz spontan, als ich in den tiefen meiner Stoffvorräte für ein gerade aktuelles Nähprojekt Stoff suchte. Just in diesem Moment fiel der uni-creme-farbene TULA Bio-Jersey nämlich schicksalshaft genau auf den eben erwähnten Spitzenstrick (ebenfalls in einem creme-ton). Die zwei harmonierten sofort so gut zusammen, dass ich sie nicht mehr trennen konnte. Die Grundidee war geboren!

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Prachtmädchen III

Während sich gefühlt die gesamte Nähblog-Community bereits mit dem Frühling befasst, läuft bei uns im KinderCD-Player Weihnachtsmusik. In voller Lautstärke.

♫♪ "Das isch äs Wiiiiehnachstslied, wo rund um d'Eeeeerde zieht.." ♫♪

Immerhin bekomme ich jetzt dazu noch ein Erdbeeri aus Glitzerknete gereicht. Das lässt hoffen.

 

Ich will Frühling! Ich  brauche dringend warme Sonnenstrahlen, die meine Haut nähren und hellgrüne, lebenskraftvolle Pflanzenknospen, die selbstbewusst aus dem Erdbraun wachsen will ich bewundern können. Ich möchte morgens um 5.30 Uhr von Vogelgezwitscher aufgeweckt werden, um mich dann im Bettumzudrehen und weitere 30 Minuten zu schlafen. Den Duft von Bärlauch im Wald will ich riechen und mich vom vergnügliche Brummen und Sumsen von Bienen und anderen Fluginsekten mitreissen lassen... Ich hab den Winter jetzt gesehen, danke.

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Mein Seelenbalance-Entschleunigungsprojekt

Meine Nähleidenschaft fing mit einer Patchworkdecke an. Schnell merkte ich, wie mich das Fieber packte.. nicht nur das Nähfieber, sondern das Patchwork- und Quiltfieber. Ich lag schon viele Nächte wach wie in einem Rausch und setzte dabei im Geiste Muster zusammen, kombinierte Farben und stellte mir fertige Quilts in ihrer ganzen wunderschönen Pracht vor!

Ich weiss nicht, woher diese innere Leidenschaft kommt, sie war einfach eines Tages da. Ein fertiger Quilt ist für mich quasi der goldene Schnitt des Nähens, es löst in meiner Herzbauchgegend eine innere Balance aus.

 

Nachdem unser Haushalt mit Patchworkdecken und (einfachen) Quilts eingedeckt war, musste meine Nähleidenschaft neu kanalisiert werden. Solche Decken gehen irgendwann einerseits ziemlich ins Geld und andererseits ist der Nutzen irgendwie auch begrenzt. Klar gäbe es auch unzählige andere Patchworkprojekte, aber meine grosse Liebe gilt den Decken.

 

So nähte ich Kleider. Viele Kleider. Und nähe sie noch immer. Immer sehr gerne. Und vor allem lassen sie sich verhältnismässig schnell anfertigen. Aber mein innerer Seelenfrieden wünscht sich in letzter Zeit immer stärker ein neues, grösseres Projekt, einen neuen Quilt. Der inspiriende Tropfen der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, war Rosina's Blogbeitrag "Die Besten Bücher zum Thema Nähen". Ich schaute meine Nähbuchbibliothek durch und fand das Buch "Patchwork Style" von der Japanerin Suzuko Koseki. Darin werden 35 verschiedene Patchwork-Projekte beschrieben, unter anderem ein farbiger Log-Cabin-Quilt.

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Blusen-Sew-Along FINALE

Hier sind wir nun also angekommen: beim 4. und letzten Teil des Blusen-Sew-Alongs! Ich fasse nochmals zusammen (alle Links findet ihr am Schluss):

 

Meine Herausforderung:

  • eine Bluse zu nähen, die keine Schrankleiche wird

 

Schnittmuster:

  • lillesol women No. 6 Blusenshirt webware von lillesol&pelle

 

Materialwahl:

  • "Blatt und Trauben 1" (c.pauli), Bio-Popeline, GOTS von YingDesign
  • fliederfarbene Baumwollreste aus meinem Stoffvorrat
  • 5 Stück mint-perlmuttfarbene Knöpfe aus dem örtlichen Stoffgeschäft
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Prachtmädchen I + II

Es war kalt. Schnee und Eis bedeckten schon seit Ewigkeiten (zumindest nach meinem Empfinden) unsere Gegend. Aber mein Wille war eisern. Und meine Lieblingsfotografin hatte gerade Zeit. So ganz ohne Mütze und Schal klappte es dank fieser Bise (dieser trockene Wind, der kalte Kontinentalluft aus dem Nordosten Europas in das - explizit - schweizer Mittelland bläst. Sorry Rest der Welt!) doch nicht, die Temperaturen waren tief im Minusbereich und die dünne indische Baumwolle, aus der ich mein Kleid genäht habe, ist definitiv für höhere Wärmegrade gedacht.

 

Das Kleid. Sehr weiblich, süss. Als ich den Probenähaufruf von Nähkind für das Prachtmädchen gesehen habe, hatte ich sofort eine Vision aus Chiffon im Kopf. Es sprach mich einfach an. Ich freute mich, als ich ins Probenähteam aufgenommen wurde und druckte mir das Schnittmuster auch gleich aus. Chiffon fiel irgendwie weg. Ich hatte vor einiger Zeit bei Karlotta Pink diesen sehr schönen, mit 80g/lfm recht leichten indischen Baumwollstoff bestellt und wollte ihn nun endlich vernähen. Der Stoff stammt aus einer kleinen familiengeführten Produktion in der Region Jaipur. Die fertig gewobene Baumwolle wurde dann zuerst gefärbt und anschliessend mit Holzstempeln und einer farbreduzierenden Lösung blockweise auf den Stoff gestempelt (Quelle Karlotta Pink). Dieses Verfahren nennt sich Blockprint und somit sind diese Stoffe richtige Unikate.

Strebermodus off.

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Blusen-Sew-Along Teil 3 - Zwischenstand

Meine Bluse nimmt langsam Form an. Langsam, weil wir Ferien hatten und ich gar nicht so oft an der Nähmaschine sass. Tut auch gut, und dafür haben wir jetzt - nach 8-jähriger Suche - endlich neue Esszimmerstühle.

Aber zurück zum Thema. Passformcheck (meine grösste Sorge anfangs, da ich gemäss Masstabelle "nur" Grösse 40 nähen sollte): passt! Puuhh, Erleichterung herrscht. Allerdings werde ich wohl die zusätzlichen 2.5cm Länge wieder kürzen, es wird mir doch zu lang. Nun fehlt noch:

  • die Manschetten
  • die Knopflöcher und die Knöpfe
  • das Säumen
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Blusen-Sew-Along Teil 2 - neues Schnittmuster, jetzt passt's!

Wenn's passt, dann passt's und dann rollt's. Jedesmal wenn ich dies spüre, freue ich mich darüber, wie wenn ich im Vorfrühling die Blüten der ersten Schneeglöckchen entdecke. Meine Schnittmusterfindung lief so ab. Meine Blusen, die ich in meiner Auswahl hatte (zur Erinnerung klick hier), waren eine Mischung von Vorstellung und Wunschvorstellung. Die Pussy Bow Blouse, für dich ich mich entschieden hatte, finde ich super! Ich machte mich auf die Suche nach einem passenden Stoff, leicht durchscheinend, leicht und mir auch noch gefallend. Ach, es harzte, ich wusste nicht so richtig wo anfangen.. Es dauerte ein paar Tage, bis ich das Schnittmuster auch wirklich kaufte und auf meinem Rechner abspeicherte. Ich vermisste das Feuer! Auch die Kommentare auf meinen letzten Beitrag brachten mich ins Grübeln und ich schwankte. Bis ich plötzlich wusste, das der Schnitt nicht richtig meins ist. Ganz ehrlich, das herumbaumeln der Schleife würde mich bald ärgern. Die Anzahl Anlässe (inkl. Ausgang ohne Kinder) pro Jahr an denen ich die Bluse tragen könnte, muss ich nicht mal an einer Hand abzählen. Ich brauche etwas alltagtauglichers, etwas das mir beim Spaghettischneiden für die Jungmannschaft und Essenschöpfen nicht ständig in den Topf baumelt :-)

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Erinnerungen an Finnland

Wenn ich Finnland lese dann wird mein Herz leicht und in meinem Bauch macht sich eine wohlige Wärme breit. Ich mag das Land, welches touristisch gesehen stets ein wenig im Schatten seines Nachbarlandes Schwedens liegt, sehr gern. Vor 4 Jahren haben wir uns eine kleine Auszeit gegönnt und sind mit Kindern, Sack und Pack und unserem Wohnwagen 2 Monate lang durch Schweden hinauf nach Norden und durch Finnland wieder zurück nach Süden getingelt. Wo Schweden schon recht menschenleer war, war es Finnland noch ein Hauch mehr-leer. Finnland hat eine Bevölkerungsdichte von etwas über 16 Einwohner/km2, wobei es in der nördlichen Provinz Lappland nur 1.8 Einwohner/m2 sind, da gut 40% der Bevölkerung im Süden Finnlands lebt.

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Max&Maxi im Duopack

Wir waren ja anfangs Januar pünktlich mit den ersten Schneeflocken von unseren Ferien in den Bergen (statt Skifahren wurde ausgiebig gewandert und geklettert) wieder im Flachland gelandet. In den nächsten Tagen war es grau und irgendwie ruhig. Da war ich gerade froh, dass das Probenähen für den Raglansweater Max & Maxi von Textilsucht noch andauerte. Den ersten Sweater habe ich euch hier ja schon gezeigt.

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Blusen-Sew-Along Teil 1 - Bestandesaufnahme und Schnittmustersuche

Als ich etwa Mitte Januar den Aufruf von Elke von ellepuls zum Blusen-Sew-Along das erste Mal gelesen habe, hat es mich die Idee nicht mehr losgelassen. Man näht quasi gemeinsam und in wöchentlichen Schritten, aber natürlich jede für sich zu Hause und in ihrem eigenen Stil. Eine Kinderbluse habe ich bereits genäht, ausserdem habe ich meine Erfahrungen mit Blusenelemente wie Knopfleiste und Hemdkragen bereits beim Tanzrausch machen dürfen. Und dennoch sehe ich es als eine ziemliche Herausforderung, nicht nur nähtechnisch..

 


Es gelten die folgenden Regeln:

  • Material: Webware
  • die Bluse muss keinen Kragen haben aber Knöpfe/Druckknöpfe oder eine Ausschnittleiste oder ähnliche Herausforderung enthalten
  • Blusenshirts zählen nicht
  • die Bluse muss für mich sein

Die Daten:

22. Januar: Welcher Schnitt, welcher Stoff inspiriert?

29. Januar: Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?

5. Februar: Zwischenstand bei der Bluse. Welche Tipps und Tricks habe gelernt oder braucht ich noch Hilfe beim Projekt?

9. Februar: Vorstellung der fertigen Bluse. FINALE!


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Winterleggings - basics für jede Gelegenheit

Anfangs Januar war ich ein wenig nähfaul. Ich nähte zwar in einem Probenähen mit, hatte aber bereits schon mehrere Exemplare genäht. Mir fehlte die kreative Muse, um mich einem neuen Nähprojekt zu widmen und ausserdem war ich intensiv mitten in einem Neujahrsputz. Auch wenn ich diese Tage und die Zeit genoss, um auch einfach mal nach dem Mittagessen mich mit einer Tasse Kaffee aufs Sofa zu legen ohne diese innere Näh-Nervosität, den Haushalt mal wieder motiviert auf Vordermann zu bringen, und ja, einfach mal ein Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen... Das war schön und trotzdem vermisste ich die Zeit an der Nähmaschine und die vielen Ideen, die sonst in meinem Kopf herumtollen.

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Max & Maxi - Raglansweater (nicht nur) für kalte Tage

Willkommen im neuen Jahr! Im Hintergrund hat sich dieses Jahr schon so einiges getan.. Nach einem gründlichen Neujahrsputz des Hauses, habe ich mich natürlich auch schon wieder an die Nähmaschine gesetzt. Heute möchte ich euch aber noch ein Projekt zeigen, welches noch kurz vor Jahresende enstanden ist. Kurz vor Weihnachten war der Start für die Probenährunde für den Raglansweater Max&Maxi von Textilsucht. Und ich habe es tatsächlich in der kurzen Zeit zwischen dem verpatzten Heiligabend und der Abreise in die Ferien geschafft, schonmal eine Version zu nähen.  (Zwei weitere folgten noch nach der Rückkehr, doch dazu das nächste Mal mehr..)

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ALMA - Kunterbunt!

Die Weihnachtstage sind mal wieder wie im Flug vergangen.. Ich hoffe, ihr hattet eine gemütliche Zeit mit vielen schönen Geschenken und fröhlichem Beisammensein. Nicht so wie ich. Mich hat es nämlich am 24. Dezember um 16.15 mit Magendarmgrippe erwischt, 75 Minuten bevor ein Grossteil der näheren Verwandschaft bei uns eintrudeln sollte. Sorry, ich muss das jetzt da mal kurz schreibtherapeutisch verarbeiten! Weihnachten ist mir nämlich sehr wichtig. Ich wollte bis fast gegen 30 ja nicht wahrhaben, dass es das Christkind in Echt gar nicht gibt (das spricht jetzt nicht gerade für mich, ich geb's zu). Seit wir Kinder haben, hat diese Zeit - insbesonders dieser Abend - seine volle Magie zurückgewonnen. Kerzen, Musik, Tannenbaumduft.. Natürlich ziehen wir uns festlich an und geben uns Mühe, hübsch auszusehen. Irgendwann nach dem Abendessen geht's auf einen Verdauungsspaziergang oder ins Kinderzimmer, um einer Weihnachtsgeschichte zu lauschen. Diverser Apps sei Dank läutet dann im Wohnzimmer irgendwann plötzlich ein Glöcklein, obwohl wir vollzählig anwesend sind, it's magic! Die Spannung ist gross und die Kinder (und auch wir) geniessen den kribbelnden Moment wo man um's Eck ins Wohnzimmer geht und vom beleuchteten Christbaum mit den glitzernden Geschenken darunter emotional überrollt wird.

Nicht so dieses Jahr. Wie gesagt, 16.15 Uhr wurde es mir zum ersten aber nicht letzen Mal an diesem Abend schlecht. Alle wurden ausgeladen beziehungsweise haben verständlicherweise freiwillig abgesagt. Die Kinder weinten und ich auch -  wenn ich nicht gerade das Gefühl hatte, vor Übelkeit halb zu sterben. Mein Mann versuchte das Beste aus der Situation zu machen und hat Weihnachten für die Kinder gerade noch gerettet. Ich habe den Abend also hauptsächlich vor dem WC statt vor dem Christbaum verbracht.

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Frohe Festtage!

Ich schliesse jetzt gerade noch meine Pre-Christmas-To-(sew)do-Liste ab und dann geht's ans Entspannen. Langsam bin ich tatsächlich so etwas wie in Weihnachtsstimmung und finde es schade, dass das in wenigen Tagen schon wieder vorbei ist. Nicht schade dass es vorbei ist, finde ich hingegen die Magendarmgrippe. Leider ist die jetzt schon länger bei uns, als es meine Weihnachtsstimmung sein wird.

Nächste Woche erscheint (voraussichtlich) nochmals ein Beitrag von mir, das plane ich jetzt vor. Ansonsten werde ich bis ins neue Jahr nur sporadisch (wenn überhaupt) an der Nähmaschine und am PC sein.

 

Ich möchte euch von Herzen für euer Mitlesen, eure lieben Kommentare und likes danken!

Ich weiss, mein Blögchen ist nicht's was die Welt noch dringend gebraucht hätte, aber dennoch ist es meine kleine Welt die mir unglaublich Spass macht und mir viel gibt.

 

 Für die Festtage wünsche ich euch viele gemütliche Stunden, mit viel Liebe und Freude!

Auf ein gutes, glückliches, gesundes und mit viel Freude gefülltes neues Jahr!

♥♥♥

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Tulipan, Greta&Bengt Reloaded

Wie ich bereits schon auf Instagram geschrieben habe, entspricht meine diesjährige Weihnachtsstimmung vom Datum her etwa dem 1. oder 2. Dezember. Ist also quasi erst am Entstehen, ein scheues Aufblühen. Ich weiss, wenn ich jetzt noch so 2-3 Wochen Zeit hätte, würde ich noch so richtig weihnachtswarm werden, das Haus dekorieren, Kerzen anzünden, Kekse backen und die magische Zeit geniessen. Hat dieses Jahr irgendwie bisher nicht so geklappt und jetzt brauch ich den Turbo-Knopf. Blöderweise habe ich aber noch ein paar Projekte, die ich gerne vor Weihnachten erledigt hätte und genau jetzt hat es ein Familienmitglied mit Magendarmgrippe erwischt. Diejenigen unter euch, die (mehrere) Kinder haben, wissen was das bedeutet. Ganz viel Ungewissheit. Wen - und wenn ja wann - erwischt es als nächstes? Und die potentielle Bedrohung des Familienweihnachtsfestes gibt einem noch den zusätzlichen Kick. Man mag es sich gar nicht weiter ausdenken... Holzanlang, Holzklopfen und dreimalüberrechteschulterspucken und sich dabei linksherumdrehen. Themawechsel!

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OLIVIA II - aus Webware

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben lässt sich OLIVIA, das Loose-Fit-Shirt von So!Pattern auch aus Webware nähen. Musste ich natürlich ausprobieren. Das Shirt ist an und für sich schnell genäht, vor allem wenn das Schnittmuster schon fertig zusammengeklebt und ausgeschnitten vorhanden ist. Das reizte mic um mit dem Schnitt ein wenig zu experimentieren und mich auch mal mit Spitzenrüschenband zu beschäftigen.

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OLIVIA

Es ist immer so eine Sache mit dem Nähen für mich und den anschliessenden Tragefotos. Ich mag das Letztere überhaupt nicht. Leicht befangen stehe ich dann vor der Kamera, während mein Mann kurzangebunden hinter der Kamera steht. Es ist eine höchst delikate Situation. Ein falsches Wort von ihm und ich bin zu tiefst verunsichert und ziehe mich gekränkt in mein Schneckenhaus zurück. Ach was sage ich Wort: eine kurz zuckende Augenbraue reicht schon. (Und so unter uns: es sind auch schon Tränchen geflossen..) Umgekehrt darf ich meinem Mann beim Fotografieren nicht zu viel dreinreden. Also am Besten einfach nur Lächeln und knipsen. Das gilt für uns beide. Dünnhäutig und überempfindlich was meine Nähfotoprojekte betrifft.

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Auch Mädchen können blau!

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Hoch hinaus und zu den Sternen greifen

"Wenn Du keine Fehler machst, hast Du's Dir zu leicht gemacht."

(Warren Buffett)

 

Über dieses Zitat bin ich vor ein paar Tagen gestolpert. Ganz spontan habe ich auf "Gefällt mir" gedrückt und innerlich genickt. Seitdem muss ich immer wieder darüber nachdenken. Doch warum eigentlich?

 

Laut Duden wird "Fehler" unter anderem a) als etwas, was falsch ist, vom Richtigen abweicht oder b) als irrtümliche Entscheidung, Maßnahme oder Fehlgriff definiert. Ersteres ist klar definiert und lässt sich an Hand von allgemeingültigen, irgendwann definierten Regeln bestimmen. Bei Letzterem kann es schwieriger sein. Oftmals sind falsche Entscheidungen und Fehlgriffe relativ und können auch nur subjektiv falsch sein. Gerade im Elternsein habe ich manchmal das Gefühl auf gut Glück Lotto zu spielen und meine Tage sind voll von Entscheidungen wie, soll ich mein Kind jetzt so schön und fröhlich spielen lassen oder soll ich den freien Moment nutzen, um mit ihm die Logopädie-Aufgaben zu üben, weil ich weiss, dass wir später keine Zeit mehr dazu haben werden? Ist mein Kind grantig aus einer Langeweile oder doch vielleicht aus einer Überforderung heraus? Kann ich mein Kind stundenlang Märchen hören lassen oder bräuchte es nicht vielleicht doch einmal frische Luft zwischendurch? Im Einzelnen sind solche Fragen keine grosse Sachen, und natürlich finde ich jeweils eine Antwort darauf (oder die Zeit erspart mit eine), aber im Verlaufe eines Tages - geschweige denn in der Zeit unserer aktiven Elternschaft - häufen sich solche Fragestellungen. So quasi ein Sandkorn alleine macht noch keinen Strand (Urheber unbekannt)... Ob die getroffene Entscheidungen Fehler waren, lässt sich - wenn überhaupt - nur schwer und oft nur langfristig im Nachhinein herausfinden. Und genau diese Ungewissheit kann manchmal Kopfweh machen und mich bis spät in die Nacht wach halten.

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MONA mini's

Wenn man sich ein wenig in der Hobbynähszene in den sozialen Medien bewegt, stolpert man immer wieder über Aufrufe zum Probenähen. Dabei werden (Hobby-)Näherinnen gesucht, die neue Schnittmuster vor der Veröffentlichung auf Herz und Nieren überprüfen, Feedback geben und möglichst schöne Fotos vom Endprodukt machen. Wenn ich einen solchen Aufruf lese und mich sowohl die Designerin wie auch das zu probenähende Objekt anspricht, bewerbe ich mich gerne und hoffe auf ein wenig Glück. Natürlich war es also für mich keine Frage, als Stefanie Kroth von SO! Pattern Probenäher für ihren Kinderhosenschnitt MONA mini suchte. Ich mag ihren eher ruhigen, klaren Stil, der aber dennoch stets noch das bisschen Etwas dabei hat. Und vor allem schätze ich, die saubere Verarbeitung ihrer Kleider. Die Kleidungsstücke sind sowohl aussen wie innen 'hui' (natürlich wird bei mir da manchmal mit dem Nahtauftrenner in der Hand geflucht, aber am Schluss bin ich stolz auf das fertige Stück). Die Kleider die ich nach ihren Schnittmuster bereits genäht habe (schaut hier Karlotta, Lucy und die drei ADA mini's mit den Elefanten drauf) sitzen ausserdem einwandfrei und gehören zu meinen Lieblingsstücken. So lange Rede, kurzer Sinn und zurück zum Thema: Ich bewarb mich also sofort und freute mich, als Stefanie mich ins "Probenäher-Boot" nahm.

An dieser Stelle nun noch meine übliche Song-Empfehlung. In diesem Fall ein klarer Fall, die Hose ja quasi ihren eigenen Song ;-)

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Männershirt Bike

Schnittmuster: "Tom" von pattydoo

 

 

 

 

[Das war jetzt die optimierte Ingenieur-Textversion. Kurz und prägnant, alle wichtigen Informationen enthaltend, kein unnötiger Energieverbauch. Aber pssst: meine 'noch optimiertere' (das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen) Version folgt nach dem nächsten Foto!]

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Karlotta

Wenn man so gemütlich an einem sonnigen Spätherbstsonntagnachmittag einen friedlichen Familienausflug macht, sich Zeit und Ruhe nimmt, Achtsam ist und den Moment geniesst, wird man sich wieder so einiges bewusst und da und dort kommt einem sogar auch eine neue Erkenntnis. Wieder bewusst geworden bin ich mir zum Beispiel dass die Befürchtung "spielende Kinder am Wasser werden nass" schlichtweg stimmt. Ebenfalls habe ich einmal mehr erkannt , dass man Menschen nicht einfach an ihrer Anzahl Lebensjahre als "Kinder" definieren soll. Jedes einzelne Familienmitglied - ausser mir - hatte am Ende pflutschnasse Füsse. Und da komme ich gleich zu meiner Erkenntnis des Tages: Im Schotter lässt es sich angenehmer mit Absatz- als mit Turnschuhen spazieren. [Wer hätte das gedacht und wie wichtig ist das nun für die gesamte Outdoorschuh-Industrie?] Nunja, auch ich habe mich dazu verleiten lassen ein wenig Kind zu sein und habe erstens gefühlte 1000 Tausend Fotos gemacht (es wären auch noch mehr gewesen, wenn mir meine Kinder nicht ständig den Fotoapparat abluchsen wollten) und zweitens hat mich ein riesiger alter Baumstamm zum Herumklettern verführt. Jaaaaa. Und natürlich stilgerecht *räusper* in meinem neu fertiggenähten Kleid "Karlotta" von SO! Pattern und Absätzen. Leider sieht man auf den Fotos nicht, dass der Baumstand nicht direkt am Ufer bzw. im trocknenen lag - nein! - ich musste mich sogar von Stein zu Stein balancierend angeln (ich höre im Geiste gerade den zugegebenermassen berechtigten Einwand meines Mannes, dass ich für diese Überquerung sehr wohl Turnschuhe anhatte. Stimmt. Aber trotzdem. ICH hatte bis zu Hause trockene Füsse.).

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Zwischenbilanz 365 Tage ohne Challenge

Ja, ich habe es getan..

Heute sind es 5 Monate oder 153 Tage seit ich bei der "365 Tage ohne" Challenge mitmache. (Für alle denen das gerade nichts sagt: das ist eine Challenge, bei der man 1 Jahr lang keine Kleidung kauft. Mehr Erklärung dazu findet ihr hier). Die Zeit war eigentlich unspektakulär. Mein Kleiderschrank war und ist eh gefüllt, im Sommer brauchts nicht viel und wenn, dann sind solche Sommerkleider ja schnell genäht.

Auch die Hochzeit meiner Schwester brachte ich kleidertechnisch elegant über die Bühne ohne etwas zu kaufen und auch mein Aufenthalt in Las Vegas brachte mich diesbezüglich ebensowenig in Versuchung (dafür verweilte ich 3 Stunden in einem Stoffgeschäft..). Was mir ganz allgemein je länger je mehr auffällt ist, dass ich Kleiderläden ganz anders anschaue. Ich schaue sie mir gerne beim Vorbeigehen an und lustigerweise sind meine ersten Assoziationen "Schnittmuster" und "Stoffwahl". Ganz automatisch durchstöbere ich die Schaufenster und Auslagen mehr nach Inspirationen denn auf der Suche nach möglichen Kaufsobjekte. Kurz: ich bin nie wirklich in Versuchung gekommen zu kaufen und musste mich auch nicht einschränken.

Bis auf... und jetzt kommt mein - ja was denn, Versagen? Scheitern? Meine Disziplinlosigkeit? - Ich habe mir ein Kleidungsstück gekauft. Nicht aus einer Notwendigkeit heraus, nein, ein reiner spontaner Luxus-Herzenskauf! Es passierte am letzten Samstag, ich war im Brockenhaus auf der Suche nach einer Fotorequisite. Und da hing dieses Jäckchen, zuvorderst am Ständer und rief quasi ganz sanft und leise meinen Namen. Das in rottönen gehaltene, gequiltete und bestickte Jäckchen ist von der schwedischen Designerin Gudrun Sjördsen. Gudrun Sjördsen legt sehr viel Wert auf umweltbewusste Herstellung, Umweltschutz, Fair Trade (Verhaltenskodex für Zulieferer) und vor allem auch auf Nachhaltigkeit(1). Ihr Ziel ist es langlebige Mode zu entwerfen, die sogar jahrzehntelang getragen werden kann, und diese umweltschonend zu produzieren und zu verkaufen, indem sie zum Beispiel Stoffbeutel statt Kartonverpackungen oder Plastiktaschen verwenden. Aber auch hintergründig wird das gelebt, was proklamiert wird: Dienstreisen werde wenn immer möglich mit dem Zug gemacht oder durch Telefonkonferenzen ersetzt, die Läden werden umweltfreundlich renoviert statt neu eingerichtet und alles was kann wird recyclet.

Ich studiere jedenfalls ihre Kleiderkollektionen immer wieder mal und wartete schon länger auf eine gute Gelegenheit, etwas von ihr zu kaufen und da war sie nun! Ich probierte es an und es passte perfekt. Und das Ende der Geschichte kennt ihr ja.

Habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen? Ja und nein, ich bin noch zu keiner abschliessenden Erkenntnis gekommen. Einerseits "wurmt" es mich, dass ich von nun an bei der Challenge den Zusatz "ähja also mit einer Ausnahme" brauchen muss. Andererseits, hm was eigentlich.. Vielleicht dass es ein Herzenskauf war. Und dass das Jäckchen für mich mehr unter kunstvolles Accessoire läuft, denn als Kleidungsstück.

Ja warum mache ich bei der Challenge überhaupt mit? Mein Hauptgrund ist ja ein Zeichen gegen Fast Fashion zu setzen und mich damit für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen. Und ausserdem wollte ich mir meines Konsums bewusster werden und mich selber herausfordern. Unter diesem Aspekt muss ich zugeben, dass ich bei letzterem Punkt ein wenig gescheitert bin, ich es aber in Bezug auf Fast Fashion ok finde (grenzwertig zwar, aber trotzdem ok). Und so lasse ich es einfach mal im Raum stehen.

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Dream a little dream

Vorab: Damit ihr euch vielleicht in meinen Tagtraum-Groove versetzen könnt, empfehle ich euch wärmstens den folgenden Song zu hören

Es geht mir hier nicht um's Schlafen, auch wenn ich das sofort könnte. Mich zurück ins warme Bett unter meine dicke Decke kuscheln, den Tag in den Federn verbringen. Besser noch auf dem Sofa vor dem wärmenden Schwedenofen. Gute Musik hören, Tee geniessen und ein gutes Buch lesen. Draussen darf es ruhig stürmen und regnen, die farbigen Herbstblätter in meinem Garten herumtanzen lassen. Gut vorstellen könnte ich mir auch, dass wenn ich genug auf dem Sofa herumgelümmelt hätte, ich in einer Grossstadt in ein feines Kaffeehaus treten würde, begrüsst vom Duft frisch gemahlenen Bohnen meinen nassen Trenchcoat beim Garderobenständer hinhängen würde, mir eine dieser Zeitungen am Holzstab (gibt es das heute noch?) schnappen würde um mich damit glücklich lächelnd in einen gepolsterten Stuhl in einem gemütlichen Eckchen zu setzen. Der grosse Braune wird mir zusammen mit einem Gläschen Wasser serviert, dazu noch ein noch lauwarmes Croissant. Draussen ist es grau und regnerisch, hektisch vielleicht. Hier drin warm, trocken, entspannt und bis auf das gelegentliche Mahlen der Kaffeemaschine und die chillige Hintergrundmusik ruhig. Meine Frisur schaut dabei aus wie frisch vom Friseur, mein Make-Up strahlt ein "ich habe mich perfekt geschminkt, habe es aber natürlich nicht nötig" aus.

So, und an dieser Stelle fängt mein Tagtraum an zu hängen. Ich meine, mehr als zwei Kaffees vertrage ich echt nicht, die Zeitung ist wohl irgendwann fertig gelesen (inklusive dem Börsen- und Sportteil) und der gepolsterte Stuhl ist nach zwei Stunden doch nicht mehr so bequem. Und was dann? So lockerflockig kann man ja eh nicht ewig durch's Leben schweben, irgendwann hört der Regen auf, die Sonne animiert zu mehr Aktivitäten, die bereits bekannte Waschmaschine piepst und die Geschirrspülmaschine tut es ihr gleich, die Kinder kommen stürmend und lärmend von der Schule nach Hause, wahlweise schon streitend oder dann beim ersten Blick auf den Herd laut reklamierend, Forderungen werden gestellt, mein Kopf dreht sich in der Endlosschlaufe um organisatorisch alles hinzukriegen, so dass auch niemand irgendwann unerwartet alleine vor der verschlossen Türe steht oder darauf wartet abgeholt zu werden. Meine Frisur sieht aus, als hätte sie es seit Ostern nötig einen Friseur zu sehen, oder zumindest mal eine liebevolle Conditioner-Pflege, mein Make-Up - wenn man dem denn so sagen kann - sagt "[nichts]" aus. Draussen scheint alles ruhig und gemütlich, während hier drin mein schaler Kaffee langsam in Vergessenheit vor sich hin kühlt.

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Bimaa & Svenna - eine bequeme Kombi für Tochter

Meine Nähwunschliste ist lang. Ziemlich lang. Und leider wächst sie schneller, als ich nähen kann. Sehr gerne nähe ich in letzter Zeit für mich selber. Da weiss ich was ich will und kann auch spontan mal ein Stoff austauschen oder sonstwas abändern. Geht bei meinen Kindern nicht. Die haben natürlich ihren Geschmack und ihre Vorstellung von schön, bequem und tragbar. Und mir fällt es manchmal schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Diverse Kleidungsstücke werden nicht angezogen weil der Stoff zu warm ist, die Hose zu luftig oder sonst etwas für mich nicht nachvollziehbares.

Nun geschah es aber vor einiger Zeit, dass ich in Begleitung all meiner Kinder einen Stoffladen aufsuchen musste. Während ich am Stoffe streicheln, kombinieren, wieder verwerfen und meine Nähpläne am neu sortieren war, waren auch sie nicht untätig. Mir wurden klar ihre Stoffwünsche mitgeteilt mit der Aufforderung, ihnen doch bitteschön etwas daraus etwas zu nähen. Ihr Wunsch sei mir natürlich Befehl. Ich denke nicht, dass ich diese Stoffe selber ausgesucht hätte, wobei ein kleiner Teil von mir sich insgeheim schon ein bisschen über das Geglitzer freut. So, Stoff war da, ein paar andere Projekte mussten zuerst noch gemacht werden und dann stolperte ich über den Bimaa Sweater von Lou Bee Clothing in der deutschen Übersetzung von Näh-Connection.

(So und nun folgt eine ziemliche Bilderflut..)

Diesen Pulli kann man entweder mit einer Kapuze, einem Schalkragen oder wie ich mit einem Kuttenkragen nähen. Der Glitzersterne-Sweat ist zweiseitig verwendbar und so verwendete ich die Streifenseite für den Kragen.

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Marlene & Chloe

Mittwochmorgen früh um 7.00 Uhr steht sie, eine etwas chaotische Hausfrau, am Gleis 1 ihres Provinzkaffsbahnhof. Bekleidet mit einer Jella und mit Marlene&Chloe im Gepäck, macht sie sich für ein längeres Wochenende auf in die pulsierende, grosse weite Welt. Schon allein die zielstrebigen Pendlerströme beim Umsteigen erzeugen in ihr eine Mischung aus Platzangst, den Drang sich in ihr Schneckenhaus zurückzuziehen und erwartungsfrohe Vorfreude. Spätestens im Flugzeug fühlt sie sich jedoch mit ihrem inneren Ich verbunden und gleichzeitig 10 Jahre zurückversetzt. Damals war die grosse weite Welt viel näher, der Radius grösser, die Grenzen der Abenteuerlust nur auf die Eigenverantwortung beschränkt. Gefühle der Freiheit, ein bisschen wie wenn man in frierend in das warmes Bad eintaucht.

Abends lokale Zeit dann die Kontrastwelt: Las Vegas, Sin City. Leben, Lärm, unendlich viele Lichter, blinkend und zuckend, riesige Werbetafeln mit schönen Frauen und Geldspielverlockungen. Ihr Hotelzimmer liegt im 24. Stock und bietet einen spektakulären Blick auf dieses Geflimmer. Nachts um 4.00 Uhr ist sie dann erstaunt, dass viele Beleuchtungen abgestellt sind. Scheinbar kennt auch diese Stadt etwas ähnliches wie Schlafenszeit. 3 Tage und 4 Nächte Vegas, als Trauzeugin bei der Hochzeit ihrer Schwester. Bei Tageslicht ist die Stadt weitaus weniger imposant als in der Nacht, sofern man nicht die Zeit innerhalb der riesigen Casinos und mit kostenlosen Getränken verbringt. Marlene & Chloe flüchten auf einen Roadtrip in die Weiten von Nevada. Freiheit. Nein nicht in einem Ford-Thunderbird-Cabrio, auch der empathische Sheriff fehlt. Dafür erscheint aber ein übermotiviert-korrekter Park Ranger, der das Trio (fotografierende Hausfrau in Marlene&Chloe sowie das Hochzeitspaar) gefühlslos aus dem Nationalpark schmeisst. Regelverstoss: Fotografieren von Brautpaar im Hochzeitsdress ohne vom Park erteilte Bewilligung. Kurz die Grenze der Freiheit erreicht, aber egal. Nevada ist gross und 10 Fahrtminuten später ist es wieder da, das Gefühl der fast unendlichen Freiheit!

Nachts ein paar Dollar verspielen, ein paar sehr wenige Dollars zurückgewinnen. Schlaf auf ein Minimum reduziert (das kann die Hausfrau auch zu Hause wieder - oder auch nicht), 600 Seiten gelesen und schon ist der Spuk am Montag in der Früh wieder vorbei und das einzige was blinkt und leuchtet sind Waschmaschine, Backofen und Herd. Dafür ganz nach Wunsch auch nachts um 4.00 Uhr.

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Wenn einer eine Reise tut,

dann braucht er so einige Dinge. In diesem Falle nicht er sondern ich. Da brauche ich zum Beispiel Nerven, da ich zum ersten Mal in meinem Leben als Mutter alleine, ganz alleine verreise. Mutterseelenallein eben. Fällt mir nicht leicht, ich vermisse meine Kinder nun schon zwei Wochen im Voraus. Das ist ihr Vorteil, denn ich bin so geduldig und empathisch und nehme mir Zeit für sie, wie sonst leider viel zu wenig. Ich brauche einen Koffer (habe ich mir ausgeliehen). Und natürlich Kleider. Ein paar Entspannungsdragées könnten auch noch hilfreich sein. Was ich nicht brauche, aber dennoch praktisch ist, ist eine Dokumentenmappe für Pass, Ticket und Co. Damit nicht alles im Schlund meiner Handtasche verschwindet und anschliessend ausschaut, als hetts ä Chueh i dä Schnurre gha (für alle nicht zürcherdialektsprechende Leser und Leserinnen: einfach halt so wie so Blätter halt aussehen, wenn sie in der Handtasche ihren Platz gegen Geldbörse, Schlüssel, Taschentücher und den anderen tausend Sachen verteidigen müssen, vom Kampf gezeichnet.).

Jedenfalls durfte ich vorige Woche wieder einmal das aktuelle Set der Woche von littlefeet.ch zum Vor-Testen und Designplotten in Empfang nehmen. Zugegeben, ich verspürte bis anhin noch nie das Bedürfnis grüne Folien zu plotten. Ganz kurz war ich etwas ratlos, was ich denn jetzt damit machen sollte. Nunja, es schrie ja förmlich nach einem Pflänzchen. Aber was sollte eine Pflanzenbild auf einem meiner Kleidungsstücke suchen?

Irgendwann stiess ich auf diesen netten Kaktus mit Hut und gleich darauf kam die Snappap-Dokumentenmappeidee. Denn im weiteren Sinne passt das Motiv ganz gut zu meinem Reiseziel. Kurzerhand ein mögliches Schnittmuster für meine individuelle Mappe skizziert, für gut befunden und losgelegt. Die Kanten habe ich mit Schrägband 'versäubert' und die Lasche zum Schliessen mit einem KamSnap versehen. Fertig. So darf sich dann meine Dokumentenmappe ihren Platz in meiner Handtasche suchen. (Und ich verkneife mir jetzt den offensichtlich passenden kleiner grüner Kaktus-Song dazu).

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Tanzrausch

Die Nacht war lang. Müde sind meine Füsse, durchgetanzt die Schuhe. Die Morgensonnenstrahlen kitzeln meine Augen, meine Gedanken hängen noch der Nacht hinterher. Dem Twist, dem Bossa Nova. Getanzt mit Richard und Jerry, gelacht mit Peter und geflirtet mit Elvis.... Glücksgefühle, es war berauschend! Meine Freundin Conny ist verliebt in James und ich in das Leben! Ach, wäre es doch nur wieder Samstagabend... Ich würde meinen #Tanzrausch wieder anziehen, die Frisur hochstecken, mein schönster Lippenstift hervorholen und meine Tanzschuhe packen. Ich würde wieder und wieder die ganze Nacht durchtanzen und das Leben geniessen, let's twist again!

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Lucy

oder wie mein Nahtauftrenner und ich beste Freunde wurden

Sitzt und ist bequem! Waren meine spontanen Gedanken, als ich an der Ladies Night von The Quiltplace in ein Kleid zum Anprobieren schlüpfte. Neben den vielen schönen Stoffen von The Quiltplace zeigte an diesem Abend auch Ines Weizenegger von Karlotta Pink eine Auswahl ihrer einzigartigen Fairtrade Stoffen aus aller Welt mit den passenden Schnittmuster von So!Pattern dazu. Und damit man die Schnittmuster nicht nur in 2D auf dem Papier sieht, gab es auch ganz viele fertig genähte Kleidermuster zum Anfassen und eben Anprobieren.

 

Ich entschied mich also spontan, dass ich dieses Schnittmuster haben musste. Und um mich gleich um den geeigneten Stoff zu kümmern, schien mir passend. Dieser Teil dauerte wesentlich länger, weil ich von der unglaublichen Vielfalt an schönen, aussergewöhnlichen Stoffen ein bisschen (völlig) geflasht war. Schlussendlich entschied ich mich für den lebensfrohen Shweshwe-Stoff aus Südafrika für das Rockteil und für einen leichteren Aborigines-Stoff für das Oberteil.

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Zwischenbericht zur "365 Tage ohne"-Challenge

In der Zwischenzeit sind nun gut 3 Monate vergangen, seit ich bei der Challenge angefangen habe, oder heute genau 90 Tage. Immer wieder werde ich darauf angesprochen, ob ich es durchgehalten habe bis jetzt und ich merke, das Thema findet in meinem Umfeld da und dort recht anklang (was mich freut!). Zeit also, für einen kurzen Erlebnisbericht!

Vornweg: ja, ich habe es durchgehalten und KEINE Kleidung für mich gekauft. Ob es mir schwer gefallen ist? Nein. Also fast nicht.. bis auf einen Fall.

 

In die Challenge gestartet bin ich mit einem vollen Kleiderschrank. Zur Ergänzung habe ich mir ja noch ein Jersey-Sommerkleid sowie ein T-Shirt genäht. Dank dem Probenähen für Tidöblomma habe ich ebenfalls die Mädchengarderoben mit luftigen Webwaren-Sommerkleidern aufgepimpt. Ging alles schnell und leicht, Sommerbekleidung nähen sind dankbare Projekte, wie ich finde.  Auch mein Mann kriegte ein neues Shirt, doch dazu gibt's einen extra Bericht (wenn ich schonmal für ihn nähen darf schliesslich!).

Und wie gesagt, unsere Schränke sind trotz Ausmisten ziemlich gut gefüllt. Das ist mir in den letzten Tagen wieder aufgefallen, da es nämlich niemanden wirklich gestört hat, dass seit 3 Wochen etwa 3 volle Ikea-Säcke mit gewaschener Kleidung herumstehen und darauf warten zusammengelegt und versorgt zu werden..

 

Nun steht die Hochzeit meiner Schwester in 4 Wochen vor der Türe. Ja und da bin ich so das erste Mal in Versuchung gekommen. Neben all meinen anderen Projekten, Familie, Alltag, Hochzeitsvorbereitungen undundund innerhalb 2 Monaten ein richtig festliches Kleid mit Spitzen und Co. selber nähen? Schaff ich einfach nicht! Eines kaufen? Will ich nicht. Als ich mich durch die Tiefen meines Kleiderschranks wühlte kamen jedoch ein Ballkleid und ein Cocktailkleid aus meiner Vor-Kinder-Zeit hervor. So mit Glanz und Spitzen und so. Und ja, ich passe in beide rein. Und da ich beide Kleider mindestens in den letzten 10 Jahren nie getragen habe, sind sie quasi fast so gut wie neu, oder? Problem gelöst, Versuchung widerstanden, perfekt!

 

Der Sommer war soweit also kleiderkauftechnisch keine Herausforderung für mich. Gespannt bin ich ein wenig auf den Herbst/Winter.

 

Mein aktuelles Nähprojekt seht ihr übrigens im Bild oben. Aus diesem schönen lebensfrohen ShweShwe-Stoff nähe ich mir ein Kleid. Man darf gespannt sein, ich bin es jedenfalls!

 

Ich wünsche euch eine gute Woche!

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Sommerferiennählochende - oder Shirt mit Ausdruck!

Sommerferiennähloch und Kreativitätsunlust? Das ist Geschichte! Vor gut einer Woche zweifelte ich fast ein wenig daran, ob ich jemals wieder Lust zum Nähen bekomme (dazu gab's auf meiner Facebookseite einen kurzen indirekten Bericht dazu und zwar hier). Schätzungsweise 30 Minuten nach dem Schreiben sass ich aber endlich wieder an der Nähmaschine. Einerseits wollte ich für meinen Mann ein Geburtstagsgeschenk nähen, so quasi ein must-do, denn ich warte schon ein Jahr darauf ihm etwas nähen zu dürfen! Andererseits war ich als Teil von littlefeet's Stammteam an der Reihe, das aktuelle Set der Woche zu testen und etwas kreatives daraus zu gestalten. Und nun hat mich das Näh- und Plotterfieber wieder gepackt (so mit dem Essen kommt der Appetit und so).

Zu was mich das Folienset der Woche inspiriert hat, erzähle ich euch hier:

Und wieder gibt es für die die mögen einen Song dazu. Also, holt euch einen Kaffee, stellt den Lautsprecher an und lest. :-)

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Ein Basic-Shirt für jede Gelegenheit

Eines Tages wacht man auf und merkt, dass die Kindershirts alle zu klein geworden sind. Oder man braucht last-minute ein Motiv-Shirt für den Kindergartenabschluss am Abend. Oder man bekommt Plotterfolien um zu testen und braucht ein geeignetes Trägermaterial dazu. Manchmal kommen auch alle Sachen zusammen... quasi eine Art Erfahrungsbericht:

Keine passenden T-Shirts mehr, check. Abschlussfest im Kindergarten ohne passendes Outfit, check. Auftrag für Plotterfolientest, check. Ein wenig Jersey zu Hause, check. Uuund Lust zu Nähen, check!

Schon vor einiger Zeit habe ich das lillesol basics No7 Sommershirt von lillesol & pelle entdeckt und schonmal genäht. Es besteht aus einem einzigen Schnittmusterteil, welches zweimal im Bruch zugeschnitten wird. Das Shirt ist schnell genäht, Anfänger nähen es dank dem einfach beschriebenen E-Book in einem halben Tag, ein wenig Geübtere schaffen gleich mehrere T-Shirts in dieser Zeit.

Viel mehr kann ich gar nicht dazu schreiben.. es ist basic, schnell genäht und es lässt viel Spielraum für kreatives Austoben mit Stickereien, Bändern, Stoffmix, Plottereien und was Lust, Laune & Zeit sonst noch so erlauben! Achja, das Schnittmuster gibt es auch für uns grosse Mädchen ;-)

 

Da bei uns ein Piratenabschlussfest anstand, wurde ein etwas "piratiges" gesucht. Fündig geworden sind wir bei SaBaStyle. Eigentlich mag ich Totenköpfe & Co. nicht so sehr bei Kindern (jaaa ich weiss, das war mal anders). Aber Kind bestand darauf, und was tut man nicht alles.. ;-)

 

Macht es gut und geniesst den Sommer!

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Das ist das schönste Kleid

das Du je für mich genäht hast, Mami!

Selbst ohne Worte, konnte ich das strahlende Glitzern in den Augen erkennen. Aber die Worte tun trotzdem gut. Es ist nicht immer einfach anderen Geschmack zu treffen, aber offensichtlich ist es mir hier 100%ig gelungen. Und ich freue mich sehr darüber!

 

Wer errät nun welchen Schnitt das ist? Ein kleiner Hinweis vielleicht..? Es ist ein Kleid, welches ich in drei Varianten genäht habe und dies hier ist die letzte Version. Erraten?  Nicht so schwer, oder..

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Sommer-Emma zum 2ten (oder das HappyscrappyFlowerPowerMädchen)

Ein Patchworkkleid, das musste mal sein! Schon lange geisterte mir so etwas im Kopf herum und wie immer kommt irgendwann der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung (oder auch nicht). Der Moment dazu war da, als ich die zweite Variante von Tidöblomma's "Sommer-Emma" nähen wollte. Diese Version wird nämlich mit einem Beleg genäht und genau so etwas brauchte ich, um die Patchworknähte zu verdecken.

Aber bevor es weitergeht, dürfen die die wollen natürlich gerne wieder einen passenden Soundtrack dazu hören :-)

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Sommer-Emma. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Als Anna Harrysson und ihr Team von Tidöblomma vor einiger Zeit Probenäherinnen suchte die gerne mit Webware (also mit nicht-elastischen Stoffen) nähen, musste ich mich einfach bewerben! Ich habe lange nur (nicht-elastische) Baumwolle vernäht, zuerst bei den Patchworkdecken, später bei meinen ersten Kleidungsstücken. Tatsächlich wurde meine Bewerbung berücktsichtigt und ich durfte in die Probenäherinnen-Gruppe zur Sommer-Emma reinhüpfen. Und die die möchten stellen jetzt die Lautsprecher ein und hören den passenden Song für die richtige Sommer-Emma-Nähstimmung. ;-)

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Für den Kopf - Målin

Während dem Probennähen für Tidöblomma's Sommeremma (davon erzähle ich in den nächsten Tagen mehr) ist auch ein passendes Accessoire-Schnittmuster entstanden: Målin! Ein Kopfband oder ein Kopftuch mit mehreren Teilungen.

Es lässt sich wunderbar passend zu einer Sommeremma nähen oder ihr sucht - wie ich - aus euren Restekisten ein paar schöne Stoffstücke aus Webware heraus.

 

Ihr benötigt: Webware, ein Stück Gummiband (ca. 8-12cm, je nach Nähgrösse) und wenn ihr mögt Schrägband, Rüschen, Knöpfe oder was auch immer euch einfällt zur Verzierung. Uuuund natürlich das Schnittmuster welches ihr als Freebook hier bekommt!

Als erstes nähte ich ein Kopfband. Ich fand noch ein wunderschönes Stückchen Stoff von einer Patchworkdecken-Rückseite. SM ausgedruckt, Kopfumfang kurz ausgemessen, die richtige Grösse ausgeschnitten und den Stoff zugeschnitten. Ich schätze mal 10-15 Minuten, höchstens.

 

Die Kanten lassen sich entweder einfach mit einem Zickzackstich versäubern und einmal umschlagen oder ihr nehmt ein Schrägband oder was ihr gerade zur Hand habt.

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Die Sonne macht's..

Ab sofort werde ich beim Nähen und Plotten von der Sonne unterstützt! Meine Kleidung und geplotterten Dekorationen werden nun mit Solarstrom hergestellt (ja wirklich, ich arbeite nämlich hauptsächlich tagsüber ;-) )

 

Falls jemand Fragen zu unserer Photovoltaik-Anlage hat oder Erfahrungsberichte sucht, darf mich gerne kontaktieren.

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Gestatten? Frollein Matrossel!

Mein erstes für mich selber genähtes Kleid! Es schwirren ja so viele unzählige schöne Schnittmuster im Netz herum, dass man sich fast nicht für ein Bestimmtes entscheiden mag. Manchmal habe ich einen schönen Stoff zur Hand und vielleicht eine ungefähre Idee, was daraus entstehen könnte und ich suche und suche dann das perfekte Schnittmuster dazu. Manchmal aber - und diese Fälle liebe ich - findet das Schnittmuster mich, obwohl ich gar nicht danach gesucht habe! Dieser Schnitt ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf, nachdem ich Bilder davon im Facebook gesehen habe. Er setzte sich in meinem Kopf förmlich fest und nahm Gestalt an. In diesem Fall hat mir nicht nur der super Schnitt gefallen, nein auch der Name "Frollein Matrossel" hat's mir angetan! Da schwingt nicht nur der grosszügige Rock, sondern auch gleich Nordsee, Abenteuer, Sommer, Freiheit und sogar eine gewisse Rebellion gegen das zuckersüsse Niedliche mit, finde ich.

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Pimp up my shoes

Guten Morgen,
ich hoffe, ihr seid in der Zwischenzeit alle gut in der neuen Woche angekommen? :-D

Hat schonmal jemand von euch Schuhe beplottert..? Es mussten dringend (wirklich dringend) ein paar neue Schuhe für ein Kind her und da lagen diese langweiligen blauen Schuhe irgendwo heruntergesetzt in einer einsamen Ecke eines Discounters (ja ich weiss.. wer meine Artikel in letzter Zeit gelesen hat, findet hier ein etwas widersprüchliches Verhalten von mir. Das muss ich eingestehen und möchte das ohne weiteren Entschuldigungen und Ausreden so stehen lassen.). Zu Hause angekommen lag gerade der Umschlag mit dem Testset der Woche von littlefeet.ch im Briefkasten. Das schrie ja förmlich nach einer Symbiose! Für das Motiv entschied ich mich für eine simple Wimpelkette aus dem Silhouette Store. Da wir eine Küchenabdeckung aus Granit haben, legte ich die Aussenseite des Schuhs über ein Kückenabdeckungseck und konnte so mit dem Bügeleisen gut die Folie drauf pressen.
Hat geklappt, hält und gefällt! :-)

Da nach diesen paar kleinen Wimpeln noch sooo viel Folie übrig war, entstand dann noch ganz spontan ein neuer Schlüsselanhänger. Die türkisfarbenen und silbrigen Folien aus dem Set passen meiner Meinung nach auch wunderbar zum Boho-Hippie-Chic, sie strahlen eine Leichtigkeit aus, kühlen und beruhigen, irgendwie auch geheimnisvoll. Federn.. Spiritualität.. ein wenig Mystik, Indianerschmuck.. da musste ein Traumfänger als Motiv her, et voilà!

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Issy von Feefee

Und was mir sonst noch in den Tippfingerspitzen juckt

Soooo, lange Geschichte. Ich fange einfach mal völlig konventionell mit dem Anfang an: Stefanie von littlefeet.ch suchte vor einiger Zeit Plotterinnen, um ein Stammteam aufzubauen. Natürlich zögerte ich keine Sekunde! Ich hatte schon öfters bei ihr Folien bestellt und bin von der Qualität überzeugt! Ich freute mich also riesig, als ich die Zusage bekam und schon ging es los. Als erstes durften Manuela von Anchorlove und ich das neue Set der Woche vorab testen.

 

Nach einigem mehr oder weniger erfolgreichem kreativen in-mich gehen für was genau ich die Folien verwenden möchte, stolperte ich über die Plotterdatei "Schwalben" von Sachen-zum-Machen und erinnerte mich an den supercoolen Schwalbenstoff, welchen ich an der Stoffparty gekauft hatte. Doch wie umsetzen? Nun muss ich noch kurz dazusagen, dass es an jenem in-mich-gehen-Tag in strömen regnete und es sich ganz allgemein eher nach Spätwinter als nach Frühsommer anfühlte. Ein Sommerkleidschnitt war deshalb ungefähr so weit ausserhalb meiner Denkreichweite, wie die Lust alle Fenster im Hause gründlich zu putzen und anschliessend Wäsche zusammenzulegen. Also nicht vorhanden. Warm musste es sein und kuschelig. Und dann fand ich das:

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Back to my Patchwork-Roots

Meine Liebe zum Nähen hat ja mit patchworken angefangen - und ich mag es noch immer sehr! Durch eine externe Motivation ;-) habe ich in diesen Tagen endlich wiedermal zwei Kissen genäht und ich hoffe, sie gefallen. Mir hat es jedenfalls Spass gemacht zu nähen und ausserdem hat es mich auf eine (Tutorial-)Idee gebracht..

 

☼ Fortsetzung folgt... ☼

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Nachtrag zu Fast Fashion

Susanne von Mami-made.blogspot.ch hat sich diesem Thema unter dem Namen "This is not ok" etwas intensiver gewidmet und mir gefällt insbesonders ihre Zusammenfassung so gut, dass ich ihren Text hier einfach verlinken möchte!

 

Hier findet ihr also Susanne's Zusammenfassung mit Fakten und Links und hier ist ihr Text über den Preis und Wert von (selbstgemachter) Kleidung!

 

Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich!!

 

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1. Rückblick 365 Tage ohne Challenge

Eigentlich habe ich ja erst angefangen (dafür wird der Text nicht zu lang ;-) ) und trotzdem möchte ich die Gelegenheit für einen kurzen ersten Rück- und Einblick nutzen... Wie ist es mir ergangen bis jetzt? Erstens habe ich mich definitiv dafür umentschieden, die Challenge nur auf mich bezogen zu machen und nicht für die gesamte Familie. Obwohl sie zwar sowieso oft in den nennen wir es mal Genuss meiner selbstgenähten Kleidung kommt, wäre mir der Druck dann doch zu hoch. Aber ich werde mir definitiv mehr Mühe geben, gerissene Hosenknie's wieder zu flicken..

Zweitens konnte ich bei mir für eine halbe Sekunde den "WowistdiesesShirtpaketbilligdaswäresopraktischzumbeplotten"-Reflex beobachten. Ich habe mich natürlich dann sofort ein wenig geschämt und legte die Erfahrung dann aber in der "Interessanteselbstbeobachtungs"-Schublade ab. Check.

Genäht habe ich dafür mein Frollein-Matrossel-Kleid fertig. Leider hat das dann mit den Tragefotos trotz 1.5stündiger Vorbereitung doch noch nicht geklappt.. Jooooooo.. tja, deshalb gibts hier einfach ein kleines Stoffmuster-Foto.

Jep, ein bisschen Retro. Ich mag retro. Und ich mag das Kleid. Sommerlich, mit einem hübschen, schwingenden Rock. Für den Fall, dass es dieses Jahr tatsächlich mal Sommer werden sollte.

 

Vielleicht klappt das mit den Tragefotos ja dann bei Gelegenheit mal. Ein paar Hosen warten auch noch darauf...

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Fast Fashion -  ich brems' dann mal!

Oder die "365 Tage ohne" Challenge...

 

Seit ich nun auch vermehrt Kleidungsstücke selber nähe, staune ich immer wieder wie billig man heute Kleider kaufen kann. Während ich mich früher über meine Kleiderschnäppchen freute, kam innerhalb des vergangenen Jahres immer mehr ein irgendwie ungutes Gefühl beim Kleiderkauf auf. Anfangs verdrängte ich dieses dumpfe Gefühl, aber irgendwann war es zu offensichtlich: ein Damenshirt für 12.- CHF? Hosen für 19.- CHF? Hmmm..

 

Ich zahle für 1m Jersey zwischen 20.- und 30.- CHF, für Baumwolle zwischen 16.- und 25.- CHF (in Euro etwa 18.- bis 28.- resp. 14.- bis 23.-). Für ein einfaches T-Shirt mit 3/4 Ärmeln brauche ich in Grösse 42 für mich gut 1.20m Jersey-Stoff. Plus Verbrauchsmaterial (hier einfach nur Faden) komme ich da durchschnittlich auf etwa 32.- CHF. So, da ist aber noch keine Arbeit drin. Der Stoff muss noch nach Schnittmuster zugeschnitten und dann zusammengenäht werden, ein halbwegs akzeptabler Stundenlohn (ungelernte Näherin) würde den Kaufwert meines Shirts auf etwa 50.- Franken steigen lassen.

 

Und dann sieht man in der Stadt eben ein Damenshirt für 12.- Franken, wenn möglich noch zusätzlich mit 50% Sommerschlussverkaufsrabatt (Anfangs Juni!). Da kommt man einfach nicht darum herum, sich mal ein wenig mit der grossen Thematik der Textilienherstellung auseinanderzusetzen.

 

 

Es ist mir natürlich bewusst, dass ich als Endkunde nicht die gleichen Einkaufskonditionen wie grosse Ladenketten/Textilfirmen habe. Dennoch, selbst bei 12.- Franken pro Shirt verdient das Geschäft offensichtlich noch genug daran, dass es sich rentiert. Währenddem irgendwo in Bangladesh Frauen, Männer und oft auch Kinder unter widrigsten und menschenrechtsverstossenden Umständen an unserer Kleidung nähen, Giftstoffen ausgesetzt sind, praktisch keinen Lohn bekommen, bei einstürzenden Fabriken ums Leben kommen und schlicht dem Goodwill der Produzenten ausgesetzt sind.

 

Die Situation ist komplex und ebenso wäre eine Lösung dazu. Es wäre zu einfach, nur die Arme zu verschränken und den Produzenten die Schuld zuzuschieben. Genauso sinnlos wenn nicht sogar schädlich wäre die (utopische) Idee, dass wir alle keine Kleidung mehr aus solchen Ländern kaufen. Leider garantiert auch ein höherer Kaufpreis oder eine namhafte Kleidermarke nicht automatisch, dass das Kleidungsstück besser hergestellt worden ist. Oftmals werden diese sogar in der gleichen Fabrik hergestellt, wie die der Billigketten.

 

Es gibt aber immer mehr Unternehmen, die in Bangladesh fair produzieren (die haben dann z.B. ein GOTS-Siegel, welches ein gewisser Standard im biologischen Anbau sowie umwelttechnische Anforderungen in der gesamten Produktionskette und Solzialkriterien definiert, Quelle Wikipedia).

 

 

 

Die Ausbeutung der Näherinnen und Näher ist allerdings nur ein Teil der Problematik. Hier kommt eben nun der Begriff Fast Fashion ins Spiel: Schnelle und billige Kleidung. Freitagabend ein Date und nichts passendes im Schrank? Kein Problem, bei der nächsten Ladenkette schnell nochmal ein neues Outfit mit passenden Accessoires gekauft. Man kann sich im Laden nicht für eine Farbe entscheiden? Kein Problem, kauft man halt beide. Keine Zeit zum alles anprobieren? Kein Problem, mache ich zu Hause und sonst waren halt 5 Franken für den Müll. Bei diesen Dumpingkleiderpreisen könnte man es sich als Ottonormalverdiener wohl leisten, die komplette Garderobe ein-, zwei-, vielleicht sogar dreimal im Jahr auszutauschen! Man kauft und weil es billig ist überlegt man es sich nicht zweimal. Fast Fashion halt. Man kauft, wirft weg, kauft neues. Für das gute Gewissen spendet man die Kleider der Kleidersammlung, in der Meinung, damit uneingeschränkt Gutes zu tun... Ich möchte an dieser Stelle Kleiderspenden ganz und gar nicht verurteilen. Und trotzdem muss man sich einfach bewusst sein, dass z.B. Haiti's lokaler einheimischer Textilmarkt durch tonnenweise Kleiderspenden praktisch komplett zerstört worden ist (Quelle Dokumentarfilm "The true cost"). Eine ähnliche Situation findet man auch in Kenia, wo jährlich etwa 100'000 Tonnen (!) Altkleider, gebrauchte Schuhe und Accessoires importiert werden (Quelle https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/basarhaendler-statt-buerohengst).

 

 

Weitere Folgen der riesigen Massenproduktionen: Monokulturen, Pestizide beim Anbau, die Menge der Chemie bei der Verarbeitung der immer mehr Textilien, Abfallberge usw.

 

Trotz vollem Kleiderschrank Kleidung zu kaufen und das Gewissen durch Kleiderspenden zu beruhigen, funktioniert also auch nicht.

 

 

Was kann ICH also tun? Ich habe einerseits beschlossen, dass ich für meine Familie viel bewusster Kleidung kaufen möchte. Wird wirklich neue Kleidung gebraucht? Lässt sich das Kleidungsstück flicken oder upcyclen? Wo bekomme ich Kleidung her, die - gemäss meinen Recherchemöglichkeiten - fair und biologisch produziert worden ist?

Für mich persönlich habe ich aber noch etwas anderes gefunden: die Challenge "365 Tage ohne". Da geht es ganz einfach darum, 365 Tage lang kein Kleidungsstück zu kaufen. Wenn ich trotzdem etwas brauche, möchte ich es selber nähen. Ich möchte einfach auf meine Konsumbremse stehen. Ausnahmen gibt es bei Schuhen, Strümpfen und BH's. Und natürlich bei Stoffen. Wenn man kaufen muss, dann nachhaltig und fair. Diese Challenge hat Kristin Kahmeier von Piexsu ins Leben gerufen, inspiriert wurde sie wiederum durch einen Blogeintrag von Leipzigmama.

 

Kristin erklärt im Video weiter unten genauer worum es geht. Und falls ihr auch mitmachen möchtet, findet ihr hier in dieser Facebook-Gruppe Tipps und Unterstützung. Meinen Startschuss lege ich rückwirkend auf 1. Juni 2016. Ich werde in möglichst regelmässigen Abständen hier über meine Erlebnisse berichten. Ich bin gespannt auf den Austausch und vor allem wie es mir dabei gehen wird!!

 

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Frau Scheiner's Kosmetiktasche - DYI

Grosse und kleine Täschchen kann Frau doch immer brauchen, oder nicht?

Als ich meinen ersten Bogen SnapPap in den Händen hielt, stöberte ich im Internet nach einer praktischen Verwendungsmöglichkeit und stiess dabei auf die einfache, schnell genähte Kosmetiktasche von Frau Scheiner, die mit nur 6 Nähten perfekt für Anfänger oder Leute mit wenig Zeit und Geduld ist!

 

SnapPap ist übrigens eine Art Papier in Lederoptik. Es lässt sich in der Waschmaschine waschen, ist reissfest, wasserabweisend und 100% vegan. Je mehr man das SnapPap braucht oder wäscht, desto mehr bekommt es seine Lederoptik. Das praktische daran ist, dass es sich wunderbar auch zum Nähen und beplottern eignet und man es nicht versäubern muss.

Nun aber zurück zu der praktischen Tasche: Das kostenlose Schnittmuster sowie die ausführliche Originalanleitung findet ihr hier bei Frau Scheiner, aber gerne zeige ich euch hier meinen Schritt-für-Schritt-Weg!

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Dienstagsprojekte

Meine Have-To-Do-Liste hört ja eigentlich nie auf. Und noch viel weniger meine Wish-To-Do-Liste. Aber heute an diesem Dienstag konzentriere ich mich in meiner "Freizeit" auf folgende Dinge:

  • Artikel über ein bestimmtes Kosmetiktäschchen fertig stellen
  • endlich mal ein Sommertürschild beplotten
  • Badehose für Kind 1 fertig (oder zumindest weiter) nähen
  • Knopf für meine erste genähte Hose finden und annähen
  • und zuerst noch Kaffeetrinken gehen und dabei meinem Patenmädchen ein paar selbstgenähte Kleider schenken
  • die heutige Aufgabe bei der #wohlfühlchallenge von Mama notes erfüllen :-) und zwar gleich auf dem Weg zum Kaffetrinken!

Und was macht ihr heute so kreatives?? :-)

Verlinkt mit: DienstagsDinge, creadienstag

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PlotterPlottenPlott - Was ist das denn?

Seit einer Weile bin ich nun im Besitz eines Schneideplotters. Ich hatte schon viel davon gehört und konnte mir ehrlich gesagt nicht viel darunter vorstellen. Immer wieder sah ich aber Fotos von selbstgenähten Kleider und anderen Textilien, welche mit hübschen Bügelmotiven selber verziert worden sind. Da war dann der Punkt irgendwann da, wo ich beschloss ebenfalls so ein Gerät zu brauchen!

 

In den ersten paar Tagen nach dem Kauf schlich ich mehr so um den Plotter herum, steckte ihn mal ein, getraute mich aber nicht so richtig loszulegen. Um es aber schonmal vorwegzunehmen: es ist definitiv nicht so schwer wie es Anfangs vielleicht aussehen mag!

Zusätzlich zum Gerät braucht es ein Softwareprogramm auf dem Computer. Mein Schneideplotter ist von der Firma Silhouette und die haben auch gleich das passende, kostenlose Programm dafür. Dieses Programm brauche ich, um am PC die Bilder und Motive zu erstellen, die ich geschnitten habe möchte sowie dem Plotter dann mitzuteilen, was und wie er schneiden soll (Geschwindigkeit, Druck, Doppelschnitt uvm.). So ein ganz rasches Beispielbild 'Smiley' seht ihr auf dem Foto.

So, wenn ich mit meinem Motiv am PC dann zufrieden bin und es fertig zum Schneiden ist, lege ich die gewünschte Folie auf die Schneideunterlage und lege sie in den Plotter, stelle das Messer richtig ein, mache kurz einen Kontrollschnitt und wenn alles stimmt, drück ich auf schneiden! Der Plotter rattert dann eine Weile (ich nenne es liebevoll "tanzen") und schon bald ist das Motiv fertig geschnitten. Aber erst geschnitten! Nun muss ich von Hand die ganze überflüssige Folie entfernen. Bei dem Beispielsmiley würde das sehr schnell gehen, bei sehr filigranen und detailreichen Motiven kann das dann auch schonmal bis zu ein paar Stunden dauern. Diesen Vorgang nennt man übrigens entgittern.

 

Das fertig geschnittene und entgitterte Motiv wird dann auf das gewünschte Textilstück gelegt und wie gewünscht positioniert und dann mit viel Druck mit dem Bügeleisen (oder einer speziellen Presse) darauf gepresst. Fertig :-)

 

Jetzt habe ich nur von Bügelmotiven und -folien geschrieben. Damit reduziere ich allerdings das Potential des Schneideplotters auf ein Minimum.. Denn der Plotter kann nämlich alle möglichen Materialien bis 0.5mm Dicke (das hört sich so nach nicht viel an, ist es aber doch) schneiden: Vinylfolien, Stoff, Papier, Filz, (veganes) Leder, Karton, ja ich habe sogar schon davon gelesen, dass Leute Fondant für die Cupcakes darin schneiden! Es gibt auch einen speziellen 'pen holder' mit dem man einen Schreiber anstelle des Messers installieren und somit zeichnen kann. Und und und.. der Phantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt und man kann unglaublich viele tolle kreative Sachen machen!

 

Ich hoffe, ich konnte das mit dem Plotten einigermassen verständlich erklären! :-)

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Einer dieser Tage...

Hm nehmen wir mal an, ich hätte gerade solch einen Tag. Und nehmen wir des Weiteren an, ich hätte an diesem Tag gerne darüber berichtet, was ich mit einem Teil vom Stoff von der Stoffparty bereits genäht habe. Und wenn ich mir diese Situation gerade so bildlich vorstelle, könnte ich mir gut vorstellen, dass ich euch sogar Fotos davon zeigen würde wollen. Ja aber da ich eben gerade so ein 'bad hair'-Day hätte, würden mir auch die Fotos nicht gelingen und selbst das Bildbearbeitungsprogramm würde mich in den Wahnsinn treiben wollen. Ich wäre dann wohl ziemlich frustriert schlussendlich und würde aus schierer Verzweiflung euch einfach das schlechtbesteste Foto zeigen, in der unrealistischen Hoffnung, dass ihr alle etwas unklare Brillengläser hättet.

Ich würde zum Schluss wie üblich schreiben, von wem das Schnittmuster sei (Pumphose von Pattydoo / Rock Hilda von Hedi Näht / Beanie Joao von Sara & Julez), woher ich den Stoff habe (alles Leleli) und wer die Plotterdatei kreiert hat (ich selber).

Ja das würde ich wohl tun, hätte ich einer dieser Tage!

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Stoffparty

So, wie kriegt man denn nun die Kurve vom Schokoladenrhabarberkuchen zum Stoff & Nähen..?

Des Rätsels Lösung fand sich am Samstagnachmittag bei mir zu Hause. Pünktlich mit den Sonnenstrahlen fuhren Kristina und Laura von Leleli bei mir vor, das Auto voll bepackt mit Stoff! Natürlich nicht (nur) für mich - obwohl, also iiich hätte ja die ganze Ladung schon genommen.. - sondern als grosse Auswahl für die eingeladenen 9 Frauen. Es war nämlich ✶Stoffparty-Time✶!

Ihr kennt sicher diese Plastikgefäss-Partys und Co. So eine Stoffparty ist ähnlich: Man ist Gastgeberin und lädt ein paar Interessierte ein und die Beraterin erzählt und erklärt und natürlich darf man gleich ausprobieren, anfassen und wenn man mag auch gleich kaufen.So, und da ja Samstagnachmittag war, durfte Kuchen und kleine Häppchen (den Kaffee habe ich schlussendlich völlig vergessen *schäm*) ja nicht fehlen.

 

Ich fand es einen sehr gelungen Nachmittag! Kristina und Laura waren sehr freundlich und lustig, die Stoffauswahl riesig, die Stimmung super und die Kinder spielten friedlich oder suchten sich mit Mami gleich den Stoff selber aus. Zum Schluss bekam jede Anwesende noch ein kleines Goodie-Bag mit einem Stoff und dazupassendem Bündchen drin. Auch für mich als Gastgeberin gab es ein Dankeschön-Geschenk: eine Tüte voll Stoff in verschiedenen Grössen plus ein Schnittmuster.
Nachts um 23.00 Uhr habe ich dann meinen ganzen geschenkten und gekauften Stoff schon gewaschen gehabt, das Schnittmuster durchgepaust und Stoff für einen Kinderrock inkl. Taschen sowie für ein Beanie zugeschnitten.. ;-)

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag!

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Schokoladenrhabarberkuchen

Nun gut, in letzter Zeit habe ich mich zugegebenermassen nicht unbedingt in der Küche - ähm - übertan. Aber offensichtlich fehlte ich meinem Kühlschrank, den Pfannen, dem Backofen, ja sogar den immer etwas spitzigen Gabeln und all den anderen kleinen und grossen Utensilien so sehr, dass sich schliesslich mein Geschirrspüler für alle opferte und kaputt ging. (Ich vermute, sie haben wohl nachts jeweils laaange diskutiert,
wie man wieder zu mehr Aufmerksamkeit kommen könnte. Als schliesslich selbst all die köstlichen, frischen und knackigen Kurzaufenthalter wie

Früchte, Gemüse und Käse und sogar die betörende Schokolade nichts mehr ausrichten konnten, mussten sie wohl oder über zu einem drastischeren Mittel greifen. Und da eben opferte sich der Geschirrspüler. Oder das Los wählte ihn. Man weiss es nicht.). Jedenfalls ist nun der Geschirrspüler seit zwei Tagen hin und ich verbringe tatsächlich einiges mehr an Zeit in diesem Eck des Hauses. Ich denke, die 5 Phasen der Trauer habe ich langsam hinter mir und ich habe mich dieser neuen Situation gestellt und akzeptiert. Trotzdem freue ich mich auf den Einzug des neuen Mitgliedes irgendwann nächste Woche...

Da ich ja nun wieder öfters in der Küche bin, nütze ich heute diesen Schwung auch gleich und backe schonmal für morgen Nachmittag vor! ;-) Und damit habe ich auch schon wieder die Kurve zurück zum Thema Stoff & Nähen gekriegt! Wieso? Dazu folgt dann in den nächsten Tagen mehr..

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